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Logos Eurythmie

Die Eurythmie ist von Rudolf Steiner als eine neue Kunstrichtung aus dem Wesen der Anthroposophie geschöpft worden und hat in verschiedenen Bereichen Bedeutung erhalten. Diese sind die Kunst, die Pädagogik-Didaktik und die Hygiene-Therapie.

In Zusammenarbeit mit Mieke Mosmuller hat Logos Eurythmie diese Bereiche mit einer ‚Eurythmie als sichtbar gewordenes Denken‘ erweitert.
In diese verschiedenen Bereiche haben wir uns vertieft, geben Kurse für Erwachsene und Kinder, Einzelunterricht, Therapiestunden, begleiten Seminare, geben Aufführungen und vieles mehr.
Um die Eurythmie für ein breites Publikum zugänglich zu machen, sind wir auch auf Social Media aktiv.

Im alten Griechenland bis zur Renaissance war es naturgemäß in der Plastik dasjenige darzustellen, was sich am Menschen schweigend offenbart. „Das Gemüt ist […] erfüllt von dem ruhenden Gefühl, welches sich in der ruhenden menschlichen Form ausspricht.“

Bringen wir diese ruhende Form zum Sprechen, also in Bewegung, dann haben wir die Eurythmie, die den ganzen Menschen zeigt. Nun „schweigt der Mensch nicht mehr, sondern erzählt durch seine Bewegungen unendliche Weltengeheimnisse.“ (Rudolf Steiner GA 277, 26. Dezember 1923)

Logos Eurythmie belebt die Eurythmie neu, aber auf eine ursprüngliche Weise, so wie sie von Rudolf Steiner gegeben wurde und will sie den Menschen nahe bringen.

Haben Sie Interesse oder Fragen? Sie können uns gerne kontaktieren!

Die von Rudolf Steiner begründete Eurythmie erhielt ihren Namen 1912 von Marie Steiner- von Sievers. (GA 277a)

Unter ihrer Leitung hat sich die Eurythmie maßgebend entwickelt. Rudolf Steiner: „Und alles, was dann daraus [aus seinen Angaben] geworden ist, ist ja durch sie [Marie Steiner] eigentlich erst geworden.“ (GA 282)

“Was im Menschen singen will, das will sich auch in Bewegungsformen darstellen; und nur, was als Bewegungsmöglichkeiten in dem menschlichen Organismus liegt, wird in Laut- und Toneurythmie aus ihm herausgeholt. Es ist der Mensch selbst, der sein Wesen da offenbart. Die menschliche Gestalt ist nur als festgehaltene Bewegung verständlich; und die Bewegung des Menschen offenbart erst den Sinn seiner Gestalt. Man darf sagen: wer die Berechtigung von Ton- und Lauteurythmie bestreitet, der lehnt damit ab, den ganzen vollen Menschen zur Erscheinung kommen zu lassen.” (GA 278)

Die verschiedenen Bereiche der Eurythmie

Der Mensch als Werkzeug
Künstlerische Eurythmie

„Künstlerisch soll dieses große Goethesche Kunstprinzip zum Ausdruck kommen, das er ausspricht, wenn er sagt: Denn indem der Mensch auf den Gipfel der Natur gestellt ist, so sieht er sich wieder als eine ganze Natur an, die in sich abermals einen Gipfel hervorzubringen hat. Dazu steigert er sich, indem er sich mit allen Vollkommenheiten und Tugenden durchdringt, Wahl, Ordnung, Harmonie und Bedeutung aufruft und sich endlich bis zur Produktion des Kunstwerkes erhebt, das neben seinen übrigen Taten und Werken einen glänzenden Platz einnimmt.
Hier wird der ganze Mensch zum Kunstwerke durch diejenigen Bewegungsmöglichkeiten, die im ganzen Menschen so wie im Kehlkopf liegen, wo sie unsichtbar bleiben. Die sollen zur Anschauung kommen.
Das, was die Sprache aus der seelischen Empfindung, aus der inneren Seelenwärme heraus durchglüht, was sie durchkraftet aus dem Enthusiasmus unserer Persönlichkeit heraus, und was der Dichter im Reim, im Rhythmus zum Ausdruck bringt, das kommt in den Gruppenbewegungen und Bewegungen der Menschen im äußeren Raume zum Vorschein. Das entspricht einer inneren Gesetzmäßigkeit. Willkürlich ist darin nicht mehr, als sich aus der künstlerischen Darstellung ergibt, wenn zwei verschiedene Darsteller ein und dieselbe Sache ausführen.“
R. Steiner, GA 277, S. 67

Beseeltes Turnen

Didaktisch-pädagogische Eurythmie

„Der im Menschen liegende Bewegungsdrang findet seine eigene Wesenheit wieder in seinem Tun. Was in dem Menschen veranlagt ist, fühlt es herausgeholt aus der inneren Wesenheit und aus dem körperlichen Allgemeinempfinden. Auf solchem Herausholen beruht alle wirkliche Erziehung. Die Eurythmie als beseeltes, durchgeistigtes Turnen ist ein bedeutsames Erziehungsmittel. Künftige Zeiten, die manche Vorurteile der Gegenwart werden abgelegt haben, werden auch einsehen, wie das Turnen durch die Eurythmie ergänzt werden muß. Das Turnen holt seine Gesetze aus der Erkenntnis der menschlichen Körperlichkeit. Was es dadurch erreichen kann, soll ihm durchaus hier nicht abgesprochen werden. Allein das beseelte Turnen wird erreichen, was das rein körperliche nicht kann; es wird z. B. die Willens-Initiative aus dem Menschen herausholen. Es wird den Vollmenschen, nach Leib, Seele und Geist erziehen, aber keineswegs den Leib vernachlässigen. Denn im Vollmenschen sind Leib, Seele und Geist Eines. Und wer Bewegungen ausführen läßt, die dem lebendigen Geiste, nicht dem abstrakten, nebulosen Geiste, von dem man heute fast allein spricht, entstammen, der pflegt zugleich auch das am besten, was leibgemäß, was naturgemäß ist.“
R.Steiner GA 277, S. 142-244

Harmonie mit dem Weltenwesen
Hygienisch-therapeutische Eurythmie

„Der Mensch ist ja eine kleine Welt, ein Mikrokosmos. Und im Grunde genommen beruht alles Ungesundsein darauf, daß sich der Mensch herausreißt aus den großen Gesetzen des Weltenalls. Alles Ungesundsein man möchte es bildhaft darstellen, indem man sich sagt: Wenn ich meinen Finger von meinem ganzen Organismus wegnehme, ist es nicht mehr ein Finger, er verdorrt; er hat nur seine innere Gesetzmäßigkeit im Zusammenhange mit dem ganzen Organismus. So hat der Mensch auch nur seine innere Wesenheit im Zusammenhange mit der ganzen Welt. Er hängt wirklich mit dem, was in ihm geschieht, mit der ganzen Welt zusammen. Man bedenke nur einmal das Alleräußerste, was zeigt, wie der Mensch mit der Welt zusammenhängt, wie er nicht bloß dieses Wesen ist, das innerhalb der Grenzen seiner Haut eingeschlossen ist. Bedenken Sie nur einmal, dieselbe Luft, die Sie jetzt unmittelbar in sich haben, war vorher noch außer Ihnen, aber jetzt, nachdem Sie sie eingeatmet haben, bildet sie in Ihnen einen Teil Ihres Organismus. Und dasjenige, was Sie in sich haben, wird wieder ausgeatmet, ist dann wiederum draußen. So leben Sie in Ihrer Umgebung nicht bloß mit der Luft, sondern mit allem, was das Weltenall erfüllt.
Nun kann man alles Ungesunde im Menschen gerade davon herleiten, daß dasjenige, was vom Menschen selbst als Sprache getrieben und ausgeführt wird, wenn das dem Zeitalter oder der ganzen menschlichen Wesenheit nicht angemessen ist, durchaus nicht beitragen kann zur Harmonie, die zwischen dem Menschen und der ganzen übrigen Welt herrschen muß. Aber gerade dadurch, daß jede Bewegung in der Eurythmie so natürlich aus der ganzen Menschenorganisation herausgeholt ist wie die Bewegungen des Kehlkopfes und seiner Nachbarorgane für das gewöhnliche Lautesprechen, ist dasjenige, was in der Eurythmie ausgeführt wird, etwas, was den Menschen in Einklang bringen kann mit der Welt, mit dem ganzen Makrokosmos.“
R. Steiner GA 277, S.185f

Geht die hygienische Eurythmie ins Therapeutische über, dann muss sie in Zusammenarbeit mit einem Arzt erfolgen.

Entwicklung zum Geiste
Eurythmie als Sichtbares lebendiges Denken

In enger Zusammenarbeit mit Mieke Mosmuller arbeiten wir an einer Eurythmie als sichtbares lebendiges Denken.

Mieke Mosmuller: „Vor einigen Jahren nun wurde ich mir bewusst, dass dasjenige, was man in diesem lebendigen Denken hat – die geistig-seelischen Denkbewegungen, die dynamisch verlaufen–, auch sichtbar gemacht werden könnte, nicht nur hörbar. Und dass es schon eine anthroposophische Kunst gibt, die dies für eine andere menschliche Tätigkeit gestaltet: die Eurythmie. In der Eurythmie wird die Sprache sichtbar, oder die Musik wird sichtbar. […] Ich empfand, dass man in der Eurythmie etwas sieht, was zwar nicht Denken ist – sondern Sprechen –, was aber dem doch sehr nahe kommt. Durch das lebendige Denken kann der Mensch selbständig miterleben, dass z.B. ein A Verwunderung ist, ein M ein einfühlendes Verstehen… Im lebendigen Denken sind Verwunderung und einfühlendes Verstehen Elemente des da lebenden Denkens. Die Sehnsucht kam auf, das lebendige Denken sichtbar zu machen!“

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